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Was trinken bei Gicht - Wasser, Kaffee, Alkohol und Harnsäure

Letzte Aktualisierung: 12. Oktober 2026

Bei Gicht konzentriert man sich leicht darauf, was man isst, und vergisst, was man trinkt. Dabei haben Getränke einen echten Einfluss auf die Harnsäure: Manche helfen den Nieren, sie auszuscheiden, andere erhöhen sie oder liefern Purine. Hier ein Überblick über die häufigsten Optionen, von den sichersten bis zu denen, die man besser meidet.

Wasser - die Grundlage

Wasser sollte Ihr wichtigstes Getränk über den Tag sein. Je besser Sie hydriert sind, desto leichter scheiden die Nieren Harnsäure aus. Trinken Sie regelmäßig in kleinen Portionen statt abends viel auf einmal. Auch Wasser mit Zitrone oder Minze eignet sich, wenn Ihnen pures Wasser langweilig wird. Bei Nieren- oder Herzerkrankungen sollten Sie die Trinkmenge mit Ihrem Arzt abstimmen.

Kaffee - meist unbedenklich

Beobachtungsstudien deuten darauf hin, dass Menschen, die regelmäßig Kaffee trinken, tendenziell niedrigere Harnsäurewerte haben und seltener an Gicht erkranken. Das ist kein Grund, mit dem Kaffeetrinken anzufangen, aber wenn Sie ihn mögen, müssen Sie nicht darauf verzichten. Achten Sie nur auf die Zusätze: Kaffee mit viel Zucker oder süßen Sirupen ist etwas anderes. Kaffee ersetzt auch kein Wasser, behandeln Sie ihn also als Ergänzung und nicht als Basis der Flüssigkeitszufuhr.

Tee und Kräuteraufgüsse

Tee, besonders ungesüßter, ist eine gute Ergänzung zu den Getränken. Das Gleiche gilt für Kräuter- und Früchtetees ohne Zucker. Seien Sie vorsichtig bei Mischungen, die als "reinigend" oder "gegen Harnsäure" beworben werden: Ihre Wirksamkeit ist meist schlecht belegt, und manche Kräuter können mit Medikamenten wechselwirken.

Milch und Milchgetränke

Fettarme Milchprodukte, darunter Milch, Kefir oder Trinkjoghurt, gelten bei Gicht als günstig und liefern keine nennenswerten Mengen an Purinen. Sie sind eine gute Wahl zum Frühstück oder als Snack.

Gesüßte Getränke und Säfte - besser einschränken

Getränke, die mit Glukose-Fruktose-Sirup gesüßt sind, süße Limonaden und große Mengen Fruchtsaft können die Harnsäure wegen ihres hohen Fruktosegehalts erhöhen. Das gilt auch für "natürliche" Säfte in großen Mengen. Ein kleines Glas ab und zu schadet nicht, sollte aber kein Wasser ersetzen. Energydrinks enthalten ebenfalls meist viel Zucker, daher besser darauf verzichten.

Alkohol - besonders Bier

Alkohol erschwert den Nieren die Ausscheidung der Harnsäure, und Bier liefert zusätzlich Purine. Er ist einer der häufigsten Auslöser eines Gichtanfalls. Bei erhöhter Harnsäure ist es am sichersten, auf Bier zu verzichten und anderen Alkohol stark einzuschränken. Besonders riskant sind größere Mengen auf einmal und Alkohol ohne Wasser dazu. Alkoholfreies Bier (0%) kann dennoch Purine enthalten und ist daher kein vollständiger Ersatz.

Und Kirschsaft?

Kirschsaft wird manchmal als Mittel gegen Gicht dargestellt. Einige Studien deuten auf einen möglichen Nutzen hin, die Belege sind aber nicht eindeutig und ersetzen keine Behandlung. Wenn Sie ihn mögen, können Sie ihn in mäßigen Mengen trinken und dabei den enthaltenen Zucker im Blick behalten. Sehen Sie ihn aber nicht als Methode zur Senkung der Harnsäure.

Kurze Übersicht

Mehr dazu, was auf den Teller kommt, finden Sie im Artikel Ernährung bei Gicht - was essen, was meiden, und allgemeine Wege zu einem niedrigeren Wert im Text Harnsäure schnell senken - bewährte Wege.

Zusammenfassung

Bei Gicht funktioniert eine einfache Regel am besten: viel Wasser, wenig Zucker, so wenig Alkohol wie möglich. Der Rest sind Ergänzungen, die Sie nach Ihrem Geschmack anpassen können, mit Maß und Ziel.

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Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche oder ernährungsberaterische Beratung. Bei Unsicherheiten besprich deine Ernährung mit deinem Arzt oder einem Ernährungsberater.